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Stellungnahmen zu aktuellen kommunalpolitischen Themen


 

 

Kommunalwahl 15. März 2020

 

 

19.09.2019

 

Die nicht eingelösten Wahlversprechen zur Kommunalwahl 2014 

"Alte Volksschule wird Bürgerhaus"

 

Wer zurückblickt auf die Kommunalwahl 2014 und Veröffentlichungen der Parteien von damals liest, der traut seinen Augen nicht. Da heißt es tatsächlich in Wahlkampf-Flyern der CSU und SPD, dass die alte Volksschule in Hammelburg "ein Haus für Bürger und Vereine" werden soll. - Fünf Jahre später, Herbst 2019: das historische Schulgebäude steht noch immer marode und nichtsaniert da. Die wenigen Bestandsmieter, die das Gebäude noch nutzen dürfen, zahlen horrende Heizkosten an die Stadt: in Zeiten des akuten Klimanotstandes. 

Zwei Jahre nach der Kommunalwahl 2014 vollzog der neugewählte Stadtrat völlig unerwartet "einen Schwenk" in Sachen Bürgerhaus. Im Januar 2016 wurde die Öffentlichkeit mit einem Pressebericht überrascht, in dem es hieß, dass die Stadt das alte Kaufhaus am Marktplatz 15 erworben habe, um dort ein "Bürgerhaus" zu errichten. In nichtöffentlichen Geheimberatungen hatte der Stadtrat diesen Beschluss gefasst. Parteien und Fraktionen, die noch vor 18 Monaten die Sanierung der alten Volksschule versprochen hatten, ließen das historische Schulhaus nun fallen wie "ein faules Ei". Die Wahlversprechen von 2014 waren "Schnee von gestern".

 

 

 

Die energetische Sanierung der alten Volksschule wäre dringend überfällig.

Der Stadtrat vernachlässigt an diesem Gebäude seine klima- und sozialpolitischen Pflichten seit Jahrzehnten.

Sehr viele Bürger wollen das alte Schulhaus als "Haus der Vereine" erhalten und saniert sehen,

kein Verkauf an einen Investor, der abreißt.

 

 

17.09.2019

 

Stadtentwicklung in Hammelburg - Was wird aus der alten Volksschule?


Hammelburg zeigt im historischen Stadtbild die typischen Symptome einer Kleinstadt, die von Investoren- und Bauunternehmerinteressen beherrscht ist: bestimmte Häuser und Gebäude, die der Stadt selbst gehören, stehen seit Jahrzehnten leer und gammeln vor sich hin. Die Stadt saniert diese Gebäude nicht, weil Investoren und Bauunternehmer ein Auge auf sie geworfen haben, um aus der heruntergekommenen, städtischen Immobilie durch Abriss und Neubau Gewinn zu schlagen. Das Nichtsanieren ist politisches Programm: je verfallener die jeweilige städtische Immobilie ist, umso kostengünstiger kann sie ein Investor erwerben und an deren Stelle einen lukrativen, privaten Neubau hochziehen. 

 

 

Alte Volksschule in Hammelburg: erbaut nach dem Stadtbrand von 1854, denkmalgeschützt; dem Verfall preisgegeben von der Politik seit 2016, seit dem Erwerb des alten Kaufhauses am Marktplatz durch die Stadt, um nicht in der alten Volksschule, wie ursprünglich geplant, ein Bürgerhaus zu errichten, sondern am Marktplatz. Die alte Volksschule harrt nunmehr - seit Jahrzehnten - einer Sanierung. Fragen zur Kommunalwahl 2020: Was haben die Fraktionen des Stadtrates mit dem Gebäude vor, welche weitere Nutzung ist von der Politik geplant? Wie geht´s hier weiter? Verkauf an einen lokalen Investor und Bauunternehmer, Abriss und privater Neubau? Was sind die Planungen der CSU Hammelburg für die alte Volksschule? (Foto: privat, September 2019).

 

Das Gebäude liegt im ältesten Teil der historischen Altstadt. Laut "Chronik der Stadt Hammelburg" war hier das einstige "hamulo castellum" situiert, das 716 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das alte Schulhaus ist der gotischen Stadtpfarrkirche unmittelbar benachbart; seit dem 16. Jahrhundert ist hier eine städtische Schule bezeugt, die in der Reformationszeit eine bedeutende Rolle spielte. Historisch sensibles Sanieren und Bauen - der Erhalt des historischen Schulhauses - wird hier von sehr vielen Bürgern gewünscht, nicht ein Abriss und seelenloser Neubau. Es ist ein Jammer, wie die alte Volksschule zur Zeit dasteht und aussieht, wie die Stadt und Politik das historische Gebäude, das über ein interessante und bedeutende Geschichte verfügt, sehenden Auges verfallen und verkommen lässt. 

 

Zur Geschichte des alten Schulhauses heißt es in der "Chronik der Stadt Hammelburg":

 

"Das Hammelburger Schulwesen geht in seinen Anfängen zurück bis ins spätere Mittelalter. Und so müssen wir als sicher annehmen, dass auch das Schulhaus in jener fernen Zeit seinen Anfang nahm. Da die Schule damals in engster Beziehung zur Kirche stand, so ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn ihre Unterkunftsräume dem Gotteshaus ziemlich nahe gerückt waren. Und diesen uralten Standort nimmt das (alte) Hammelburger Schulhaus heute noch ein.

  

 

Aus der Frühzeit und bis herauf ins 16. Jahrhundert meldet leider kein Akt etwas vom Werden oder von Besserungen in seinem Bestand. Erst um die Mitte des Reformations-Zeitalters dringen einige Lichtstrahlen in sein geschichtliches Dunkel. Damals waren nämlich die Räume des Schulhauses für die immer größere werdende Schülerzahl zu klein geworden. Deshalb beschloss der Stadtrat, ein umfangreicheres Gebäude für unterrichtliche Zwecke zu erstellen. Auf bittliches Ansuchen im Jahre 1568 hin versprach Fürstabt Hartmann v. Klauer Wilhelm das nötige Bauholz hierzu unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

Im Herbst des Jahres 1569 erinnerte der Stadtrat den Fürstabt an sein Versprechen (...) Zunächst aber geriet das Bauprojekt wieder ins Stocken. Der freigebige Fürstabt starb und sein Nachfolger hatte vorderhand andere Sorgen. Am 23. Juni 1571 erst konnte mit dem Neubau begonnen werden. Jetzt aber gingen die Arbeiten so rasch vorwärts, dass bereits nach vier Monaten das Haus, wahrscheinlich ein Fachwerkgebäude, fertig dastand. "Am 16. Oktober 1571 früh 7 Uhr wurden die Schüler in die neu erbaute Schul eingeführt in Gegenwart der Insepktoren, der Lehrer und anderer Leute." (...)

An der alten Stelle, die durch Hinzukauf etlicher privater Bauplätze stark vergrößert wurde, entstand 1856/58 der nach allen Seiten jetzt freistehende geräumige Schulneubau, der trotz seiner strengen Formen doch einen freundlichen Eindruck macht. Sein Inneres erhielt 8 Lehrzimmer für die deutsche und 2 für die im Jahr 1844 gegründete Lateinschule, dann die Dienstwohnungen für drei Knabenlehrer, einen Studienlehrer und für die Mädchenlehrerinnen. Die Baukosten betrugen 36 000 Gulden. - Quelle: Ullrich, Heinrich: Chronik der Stadt Hammelburg, Das Schulhaus, Seite 80/81, Hammelburg 1956; Foto privat: alte Volksschule und Stadtpfarrkiche, ältester Teil der historischen Altstadt, Westansicht).

 


 

 

Bürger fragen im Blick auf die Kommunalwahl 2020:

 

Was haben die Parteien und Fraktionen mit dem alten Schulhaus vor, das 1856/58 nach dem Stadtbrand

erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht? Wird ein Investor und lokaler Bauunternehmer das

marode städtische Gebäude kaufen und abreißen?

 

 


 

 

11.09.2019

 

Das große Schweigen der regierenden Fraktionen: CSU, CBB, SPD, Grüne

 

Brandanschläge: vandalierende Touristen?

Bürgerspital: Verkauf an einen Investor?

Waisenhaus: Verkauf an einen Investor, Abriss?

Alte Volksschule: Verkauf an einen Investor, Abriss?

Hirschenwirt: Abriss durch einen Investor?

Fachwerkhaus, Bahnhofstraßr 45: Abriss durch einen Investor?

Kupschimmobilie, Bahnhofstraße 47 - 49: Teilabriss durch die Stadt zugunsten eines Investors?

Standortverlegung und Neubau des Gymnasiums: neuer Großauftrag für einen lokalen CSU-Bauunternehmer

 

 

Hammelburg: östliche Kernstadt hinter den Tennisplätzen 

 

70 000 qm unbebaute Fläche (Gras- und Ackerland) sollen hier mit einem Schulcampus neu bebaut werden: neues Gymnasium, neue Realschule, großer Schulbusbahnhof für mehr als 1.500 Schüler. Der Kreistag beschloss das Großprojekt der Kreis-CSU mit den Stimmen von SPD, Grünen und CBB/FW. Der Stadtrat beschloss bereits im Juli ohne größere Vordiskussion die Aufstellung eines B-Planes für den Schulcampus, bei sinkenden Eiunwohnerzahlen. Hammelburg hat aktuell nur noch ca. 11.200 Einwohner. - Wer braucht den neuen Schulcampus? 

In Zeiten des akuten Klimawandels eine nichtversiegelte Fläche in der Größe von 7 Hektar (70 000 qm) neu zu bebauen und zu versiegeln, währenddessen die Bestandsgebäude der genannten Schulen aufgegeben und Leerstände und Brachen in der Größe von über 10.000 qm in der Stadt neu geschaffen werden, das ist eine politische Provokation der Sonderklasse! Die Bestandsgebäude von Gymnasium und Realschule sind erst 57 bzw. 47 Jahre alt. Die Realschule wurde erst vor wenigen Jahren energetisch saniert. Die gesamte Kommunalpolitik in Hammelburg steht unter Bauunternehmer- und Investoreninteressen. Dementsprechend sieht die Stadt aus: heruntergekommen, versifft, verdreckt, Leerstände und Brachen, Brandanschläge. Steuermillionen versacken in unnötigen und aus der Hinterkammer gezauberten Sanierungs- bzw. Neubau-Großprojekten.

 

 


 

 

 

 

 

 

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