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Stellungnahmen zu aktuellen kommunalpolitischen Themen


 

 

 

19. April 2017

 

Wie geht´s weiter mit dem Kihns-Haus?

 

Das Kihn´s-Haus (Bahnhofstraße 61, städtisches Mietshaus) steht nicht mehr zum Verkauf in der Webseite der Stadt Hammelburg. Demnach ist das historische Haus, erbaut um 1902 von Valentin Kihn, entweder verkauft worden (zuletzt von der Stadt zum Unterwertpreis von 95 000 Euro angeboten), oder der Stadtrat will das Haus nun doch im Besitz der Stadt erhalten und sanieren. Wann wird in öffentlicher Sitzung beraten, wie es mit dem städtischen Mietshaus weitergeht?

 

 

 

Die Familien Kihn und Probst waren in der NS-Zeit Verfolgte der Nazi-Diktatur.

Grund der Verfolgung war: Dr. Alfons Probst, dessen Mutter eine Schwägerin des Valentin Kihn war,

war von 1919 - 1933

Landtagsabgeordneter der Bayerischen Volkspartei.

 

Dr. Alfons Probst war schon in der frühen Weimarer Zeit ein offener Gegner der NSDAP.

Er war Zeitzeuge der Ermordung Kurt Eisners (21.2.1919) und des Hitler-Putsches am 9. 11.1923.


1935 bemächtigte sich die NSDAP in Hammelburg des Felsenkellers und des Kihns-Hauses. Die Kihns-Familie wurde gezwungen, den von der NSDAP in Brand gesetzten Felsenkeller zu einem NS-Volksbiergarten umzubauen. In das Kihns-Haus zog der Ortsgruppenleiter der NSDAP, Ignaz Köberl, ein in die Wohnung im 2. Stock mit Balkon. Andere Zimmer des Hauses mussten an SA-Männer vermietet werden, die am 10.11.1938 Pogromschläger waren. Auf dem Balkon des Kihns-Hauses stand der Ortsgruppenleiter stramm mit erhobenem Arm, wenn in der Adolf-Hitler-Straße (Bahnhofstraße) die Reichswehr vorbeimarschierte oder die SS-Leibstandarte Hitlers. 1939, nach dem Pogrom, kam es in Hammelburg zur öffentlichen "Deportation" der letzten Juden. Einzelne letzte Mitglieder jüdischer Familien (Simon Adler, Rosa Stern, Fanny Baumann, Hanna und Julius Strauss) wurden bei ihrem letzten Gang durch die Stadt zum Bahnhof von SA und älterer HJ "begleitet" und beschimpft. Am Kihns-Haus stand dann der Ortsgruppenleiter auf dem Balkon und spuckte auf die Juden herab (Quelle: Zeitzeugen; Zeugenaussagen von ehemaligen SA-Männern vor der Spruchkammer Hammelburg 1948). - Das Kihns-Haus in Hammelburg sollte von der Stadt nicht an einen Investor "verhökert" und dem Abriss preisgegeben, sondern von der Stadt als "Erinnerungs- und Lernort" für die Nachwelt erhalten werden. Was die Diktatur mit politischen Gegnern und ihren Familien und deren Besitz macht, das zeigt die Geschichte des Kihns-Hauses und die Geschichte der Brauerei Felsenkeller.

 

Dr. Alfons Probst wurde 1945 an die vorderste Frontlinie strafversetzt.

Er kam am 23.3.1945 in Danzig ums Leben.

 

Foto: verwaiste Grabstätte der Familie Kihn und Probst, städtischer Friedhof Hammelburg

 Warum wird das Grab von Nachfahren der Familie Probst bzw. von der CSU Hammelburg nicht besser gepflegt?

Könnte Herr Brendan nicht auch für dieses Grab,

das Stadt- und Zeitgeschichte des 19./20. Jahrhunderts erzählt, eine Infotafel verfassen?

 

 


 

 

17. April 2017


Die Verkehrsberuhigung der historischen Altstadt


Die Bürgerversammlung am 11. April hat eines aufgezeigt: Bürger und Bewohner der historischen Altstadt und Kernstadt wollen die konsequente Verkehrsberuhigung, d. h. die Verbannung des Durchgangsverkehrs aus den Gassen und Seitenstraßen der Kernstadt. Es ist Aufgabe des Stadtrates, nun endlich zur Sache zu kommen und in die Testphase zu gehen, d. h. Straßen und Gassen in der Altstadt  für den Durchgangsverkehr zu sperren:


► Sperrung der Dalbergstraße, der Oberen Stadtmauer und der dazwischen liegenden Gassen

► Sperrung der Kirchgasse, der von-Hess-Straße und der Frobenius-Straße

► Sperrung der Straße "Am Viehmarkt", der Spitalgasse und der Josef-Schultheis-Straße

 

Diese Maßnahmen begrenzen den Strom des Durchgangsverkehrs auf zwei Straßen der historischen Altstadt: auf die Kissinger Straße in Richtung Marktplatz (Verkehrsabfluss nur noch durch die Weihertorstraße) und auf die Bahnhofstraße, die konsequenter Weise, um ein Einfahren aus der Kissinger Straße zu verhindern, ebenso Einbahnstraße sein müsste in Richtung Marktplatz (mit Verkehrsabfluss durch die Weihertorstraße).

Die Weihertorstraße würde dann in Folge der beiden Einbahnstraßen (Kissinger Straße und Bahnhofstraße in Richtung Marktplatz) ebenso zur Einbahnstraße werden (Richtung stadtauswärts). Sämtliche Gassen und Seitenstraßen der historischen Altstadt Hammelburgs wären auf diesem Wege vom Durchgangsverkehr befreit. Das kreisende Durchfahren der Altstadt über die Gassen der Oberen Stadtmauer zur Rot-Kreuz-Straße wäre endlich unterbrochen! Mindestens um ein Drittel wäre durch diese Maßnahmen auch die Rot-Kreuz-Straße entlastet!

 

Wann endlich tritt der Stadtrat in die Probe- und Testphase der Verkerhsberuhigung ein und sperrt einzelne Gassen und Seitenstraßen der historischen Altstadt für den Durchgangsverkehr? Diese Maßnahmen könnten sofort nach Ostern beschlossen und realisiert werden, um Erfahrungen zu sammeln für die Sanierung der Bahnhofstraße (Einbahnstraße in welche Richtung?). - Der o. g. Vorschlag zur Verkehrsberuhigung ist noch eine dezente Variante, der den Geschäftsleuten in der Kissinger Straße und Bahnhofstraße (Parkplatz vor dem Geschäft) entgegenkommt.

Es gibt auch Bürger, die die Kissinger Straße für jeden Durchgangsverkehr konsequent sperren und zur Fußgängerzone machen wollen, ebenso den unteren Teil der Bahnhofstraße, der an den Marktplatz angrenzt. Bei dieser "Fußgänger-Zonen-Variante" entfallen den Geschäftsleuten in der Kissinger Straße und in der unteren Bahnhofstraße die Parkplätze vor dem Geschäft. Soweit sollte man aus meiner Sicht nicht gehen. Der oben genannte Vorschlag (Kissinger Straße und Bahnhofstraße als Einbahnstraße in Richtung Marktplatz mit Parkmöglichkeiten) berücksichtigt die Interessen der Geschäftsinhaber.

 

 

Eine gemäßigte Variante der Verkehrsberuhigung wäre:

durch zwei Straßen der historischen Altstadt darf Durchgangs- und Parkverkehr noch fahren:

Kissinger Straße und Bahnhofstraße - beide als Einbahnstraßen in Richtung Marktplatz

Verkehrsabfluss (nur) durch die Weihertorstraße

 

Skizze nach Heinrich Ullrich

 

 

Sämtliche Seitenstraßen und Gassen der Altstadt für den Durchgangsverkehr sperren.

Das würde auch die Rot-Kreuz-Straße entlasten.

 

Kurzzeit-Kundenparkplätze in der Kissinger und Bahnhofstraße

im Interesse des Einzelhandels beibehalten.

 

 

 


 

 

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